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Reiseführer Oradea

Seit vielen Jahren engagiere ich mich im Beirat der Rumänienhilfe Alsterdorf und reise jedes Jahr im Rahmen des inklusiven Bildungsurlaubes nach Oradea. Für die Teilnehmer der Reisen stelle ich jedes Mal eine Mappe zusammen, die alle wichtigen Informationen über die Rumänienhilfe Alsterdorf und den Verein Asociaţia româno-germană Alsterdorf enthält.

Der "Reiseführer Oradea" ist ein Non-Profit Projekt, alle diese Informationen in einem Buch zusammenzufassen.


Der geschichtliche Hintergrund des Ceausescu Regimes und die daraus resultierende Motivation der Freiwilligen, sich in diese unmenschlichen Bedingungen zu begeben, spielen ebenso eine Rolle wie der Werdegang und damit einhergehender Erfolg dieser Unternehmung.

Unterwegs geschehen unsagbar tragische Ereignisse und unglaubliche Glücksmomente.

30 Jahre unermüdlicher Arbeit sind aktuell bedroht wie nie zuvor...

Teilprojekte 1990 - 2020

1990 – 1993
Mitarbeit im Kinderheim Cighid durch Freiwillige und den Einsatz von zwei deutschen Mitarbeitern vor Ort zur Durchführung von Ausbildungskursen (Spendenmittel aus der Kampagne SPIEGEL/DGSP).

1991 – 1992
Mitarbeit im Altenheim Ciutelec, Beratung der Heimleitung zur Umstrukturierung des Hauses (Spendenmittel aus der Kampagne SPIEGEL/DGSP)

1993 – 1999
Soforthilfe und anschließende Umstrukturierung im Psychiatrischen Krankenhaus Nucet: Personal- und Organisationsentwicklung, Gebäudesanierung, Aufbau der Ergotherapie und Aufbau eines Rehabilitationshauses außerhalb der Anstalt (Fördermittel von EZE, DWEKD und BMZ, anschließend PHARE-Programm EU, ab hier: Spendenmittel der Rumänienhilfe Alsterdorf)

1994 – 1996 Aufbau eines Dienstes für ambulante Pflege und Familienhilfe in Oradea - Sozialstation (Fördermittel PHARE-Programm EU, Spendenmittel)

1997 – 1999
Aufbau eines Tageszentrums für psychisch Kranke in der Trägerschaft des Angehörigenverbandes von Oradea (Fördermittel PHARE-Programm EU plus Spendenmittel)

2001 – 2002
Aufbau von zwei Häusern für Kinder und Jugendliche mit Behinderung in Oradea (Fördermittel von Aktion Mensch, Preisgeld des Osteuropapreises der Robert-Bosch-Stiftung)

2003
Austauschprojekt Einsatz junger Freiwilliger in der humanitären Hilfe für Menschen mit Behinderung in Einrichtungen in Deutschland und in Rumänien (Fördermittel der Robert Bosch Stiftung)

2004
Personalqualifizierung und Umstrukturierung im Psychiatrischen Krankenhaus Nucet und Vorbereitung von Auszügen aus der Institution (Fördermittel von Aktion Mensch plus Spendenmittel)

2004 – 2009
Aufbau von Wohn- und Arbeitsassistenz für erwachsene Behinderte in Bihor: Einrichtung von Wohngruppen, Aufbau von Arbeitsassistenz (Fördermittel der Robert Bosch Stiftung plus Spendenmittel)

2005 – 2007
Ausbildungskurs zum Rehabilitationspädagogen mit ergotherapeutischen Schwerpunkt in Nucet und Oradea (Fördermittel der Robert Bosch Stiftung)

2008
Übersetzung des Lehrbuchs „Pädagogik in der Heilerziehungspflege“ von Theodor Thesing und Michael Vogt (Fördermittel der Robert Bosch Stiftung)

2009
Übersetzung der Arbeitsmaterialien KuKuK der Hamburger Arbeitsassistenz zur Erweiterung der beruflichen Handlungskompetenz von Menschen mit Lernschwierigkeiten (Fördermittel von Aktion Mensch plus Spendenmittel)

2008 – 2012
Qualifizierung rumänischer Führungskräfte/Stipendiatsförderung (Fördermittel der Robert Bosch Stiftung)

2009 – 2012
Aufbau eines Netzes von Wohn- und Arbeitsprojekten für Menschen mit Behinderung außerhalb der Großinstitutionen, subsidiäre Übernahme der Assistenz-Dienste in den Häusern und Wohnungen ab 2011 (71 Wohnplätze, 208 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung) (Fördermittel der Robert Bosch Stiftung plus Spendenmittel)

2009 – 2013
Übersetzung von Arbeitsmaterialien und Fachbüchern für die Fortbildungsarbeit vor Ort, derzeit Übersetzung von „Irren ist menschlich" von Klaus Dörner et al. (Fördermittel der Robert Bosch Stiftung)

2014 – 2015
Qualifizierung zum Alltagsbegleiter (Fördermittel von Aktion Mensch plus Spendenmittel)

2014 – 2016 Übernahme eines Wohnheims für Menschen mit Behinderung in Bihor; Rumänien - 50 Wohnplätze - (Fördermittel von Aktion Mensch plus Spendenmittel) 2015 – 2018 Aufbau eines Netzwerkes ambulanter Betreuung von Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung in Oradea (gefördert von der Velux-Stiftung, Dänemark)

2017 – 2019
Aufbau sozialräumlicher Arbeitsangebote für Menschen mit Behinderung aus dem Heim Cadea/Werkstatt- und Kulturhaus Cadea (Fördermittel von Aktion Mensch plus Spendenmittel)

2018 – 2020
Aufbau eines psychosozialen Treffpunktes für Menschen aus dem Quartier Oradea-Iosia (Fördermittel von Aktion Mensch plus Spendenmittel)

Quelle: PDF

Bildungsurlaub

Leben mit Behinderung Hamburg organisiert in Kooperation mit dem Verein Asociaţia româno-germană Alsterdorf in Oradea und der Rumänienhilfe der Evangelischen Stiftung Alsterdorf anerkannte Bildungsurlaube in Oradea, im Nordwesten Rumäniens. Menschen mit und ohne Behinderung reisen gemeinsam, um ein realistisches Bild von der Lebenssituation der Menschen zubekommen und Menschen mit Behinderung kennenzulernen.

Die Rumänienhilfe ist seit fast 30 Jahren in Oradea und dem Landkreis Bihor aktiv, um die Lebensbedingungen und die Arbeitssituation von Menschen mit Behinderung zu verbessern. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Leben mit Behinderung und des Vereins in Oradea machen das Programm, begleiten die Bildungsreisen und können alle Fragen beantworten. In Oradea begleitet uns unsere Dolmetscherin Ana-Maria David.

Das Programm des einwöchigen Bildungsurlaubes variiert von Jahr zu Jahr.

Im Mittelpunkt steht immer, die Lebenssituation in Bezug auf Arbeit, Freizeit und Bildung von Menschen mit Behinderung kennenzulernen. Die soziale, wirtschafliche und historische Realität in Oradea vergleichen wir mit der Situation in Deutschlad.

Wir lernen unterschiedliche Wohnformen kennen, besuchen Arbeitsplätze und machen uns mit Freizeitangeboten vertraut. Wir kommen mit den BewohnerInnen einer Psychiatrie ins Gespräch und lassen uns von den BewohnerInnen einer Großeinrichtung das Leben auf dem Land zeigen. Wir lassen uns durch die Stadt Oradea führen und entdecken die kulturellen Angebote der Stadt. Am letzten Tag treffen wir VertreterInnen aus der Sozialbehörde, die uns viele Fragen beantworten können.

Die Besenbinderei

Auch die traditionelle Besenwerkstatt in Cadea musste durch die aktuelle Coronavirus Pandemie ihren Betrieb einstellen. Aufträge und Bestellungen können nicht ausgeführt werden und somit fehlen Einnahmen für die Großeinrichtung Cadea, in der 50 Menschen mit Behinderung leben und arbeiten.⁠⠀
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Allerdings gibt es noch Restbestände in Hamburg. ⁠⠀
Nutze jetzt die Zeit um deinen Garten oder Balkon hübsch zu machen und tue dabei Gutes für Menschen mit Behinderung in Rumänien.⁠⠀
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Für 12€ bringen unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen einen Besen innerhalb von Hamburg bis an die Haustür. Natürlich auch Kontaktlos.⁠⠀
Ein Versand innerhalb Deutschlands ist ebenfalls möglich, hinzu kommen Versandkosten.⁠⠀
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Schreibe eine E-Mail an info at rumaenienhilfe-alsterdorf.org

Das Coronavirus hat uns fest im Griff

Liebe Freundinnen und Freunde der Rumänienhilfe Alsterdorf,

erstmal schicken wir ein goßes Dankeschön an das Team in Oradea für den großen Einsatz, den Betrieb in der Krise entsprechend zu organisieren und dabei alle vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen einzuhalten. Wir wissen, das ist schwere Arbeit. Wir hoffen ihr hört unseren Beifall aus Deutschland, der allen Mitarbeiter*innen in Oradea, Cadea und Săcueni gilt!

Wir hoffen, dass es allen Beteiligten persönlich so weit gut geht, wie es einem eben derzeit gut gehen kann. Denn die Lage ist ernst, insbesondere auf finanzieller Seite. Nicht nur die Einnahmen aus den Produktverkäufen gehen gegen Null, sondern auch die Entscheidungen über Fördermittel wurden auf unbestimmte Zeit verschoben. Besonders bedrohlich ist die Tatsache, dass das (wie im letzten Newsletter bereits beschrieben) im November 2018 beschlossene Gesetz zur Anpassung der Erstattungen im Bereich der Wohnversorgung von Menschen mit Behinderung noch nicht in die Tat umgesetzt wurde. Nach wie vor muss die Differenz zwischen den Gehaltskosten und übrigen gestiegenen Ausgaben und den zu geringen staatlichen Erstattungen vom Verein Asociaţia româno-germană Alsterdorf getragen werden. Der Verein bleibt nach wie vor in höchstem Maße abgängig von deutschen Spendenmitteln.


Die Situation in Rumänien

Auch in Rumänien gilt: zu Hause bleiben! Eine sehr schwierige Zeit für viele KlientInnen, denn einige sind akut von Arbeitslosigkeit bedroht.
Einige Angebote wie das Tageszentrum für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen in Oradea oder die Werkstätten und das Catering in Cadea mussten schließen. Aufträge und Bestellungen können nicht ausgeführt werden. Die MitarbeiterInnen arbeiten nun verstärkt in den Wohngruppen, sind in diesen mitunter durch strenge Verordnungen der Regierung in Isolation. Dies bedeutet für alle Beteiligten Stress.

Die KollegInnen in Oradea, vor allem die Psychologen, arbeiten verstärkt am Telefon und kommunizieren intensiv z.B. via WhatsApp und unterstützen die KlientInnen wie sie können. Kontakt halten auf digitalen Wegen ist durch die aktuelle Coronavirus-Pandemie weltweit wichtiger als je zuvor. Das Team der Asociaţia româno-germană Alsterdorf steht an der Seite aller KlientInnen. Wir können den MitarbeiterInnen vor Ort gar nicht genug danken für ihr außerordentlich gutes Engagement!
Zudem gibt es Probleme bei der Beschaffung mit Schutzmaterialien wie Desinfektionsmittel, Masken und Handschuhen. Alles ist teurer geworden.

Die gute Nachricht: bisher hat sich kein/e MitarbeiterIn und kein/e Klient/in mit dem Coronavirus infiziert!


Reisen nach Rumänien

Auch Reisen nach Rumänien sind im Moment nicht möglich. Der ehrenamtliche inklusive Arbeitseinsatz im Mai wurde abgesagt. Unklar ist, ob der inklusive Bildungsurlaub im September und die Feierlichkeiten zum 30jährigen Jubiläum der Rumänienhilfe Alsterdorf im November stattfinden können.

Lesen Sie hier die persönliche Geschichte von Charlotte, die im Rahmen ihrer Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin an der Fachschule für soziale Arbeit Alsterdorf ihr Praktikum in Oradea abbrechen musste.


Mein Praktikum in Oradea in Zeiten des Coronavirus

„Am 5.3.2020 machte ich mich zusammen mit einem Klassenkameraden auf den Weg nach Rumänien. Unser Ziel war Oradea, wo wir ein etwas mehr als drei monatiges Erasmus Praktikum in der „Asociatia romana germana Alsterdorf" absolvieren wollten. Das Wochenende verbrachten wir erstmal damit die Stadt zu erkunden. Oradea ist eine wirklich spannende, schöne Stadt und es gab allerlei Dinge für uns zu entdecken. Am Montag hatten wir dann unseren ersten Praktikumstag. Zuerst hatten wir ein Gespräch mit der Leitung der Asociatia, sie erzählten und was es hier in Oradea und in der Umgebung für Einrichtungen gibt und erklärten uns wie die „Asociatia romana germana Alsterdorf" aufgebaut ist und funktioniert. Anschließend schnupperten wir schon mal in das Tageszentrum rein. Jetzt konnten wir das erste mal unsere Brocken Rumänisch ausprobieren und schon mal ein paar der Klienten des Tageszentrums kennen lernen.

Am nächsten Tag wollten wir uns eigentlich mit den Leitungen der verschiedenen Einrichtungen zusammensetzten, um zu besprechen wann wir welche Einrichtung kennen lernen können. Aber bevor wir zu der Besprechung kamen wurden wir von den Menschen aus dem Tageszentrum aufgehalten. Es war deutlich voller als am Tag zuvor und alle waren sehr aufgeregt und redeten auf uns ein. Obwohl unser Rumänisch wirklich schlecht war, konnten wir sehr gut versehen worum es ging. Einige der Klienten konnten ein bisschen Englisch oder Deutsch und so stellte sich schnell raus, dass das Tageszentrum aufgrund des Corona-Virus für die Klienten ab dem nächsten Tag geschlossen werden sollte und noch keiner wüsste wann es wieder aufmachen kann. Die Leitung der Asociatia erklärte uns zusätzlich, dass wir aufgrund des Infektionsrisikos keine anderen Einrichtungen besuchen können, aber dass sich das hoffentlich im April alles wieder legt und wir dann unsere Praktikum normal weiterführen können.

Die Tage danach unterstützen wir die Mitarbeiter aus dem Tageszentrum dabei das Tageszentrum für den Tag der Wiedereröffnung vorzubereiten. Manchmal kamen einzelne Klienten vorbei und halfen uns zusätzlich dabei. Wir machten Frühjahrsputz, sortierten aus und überlegten neue Projekte und Bastelideen. Obwohl es ganz und gar keine normalen Arbeitstage für das Tageszentrum waren, hatte ich trotzdem viel Spaß. Vor allem mit den Klienten zu arbeiten die ab und zu kamen. Da sie immer nur alleine oder in Zweiergruppen kamen fiel es mir sehr viel leichter sie direkt etwas kennen zu lernen und Gespräche zu führen.

Während unserer ersten Woche in Rumänien hörten wir immer wieder von anderen Mitschüler*innen, dass sie ihren Praktikumsaufenthalt in anderen Ländern wegen Corona abbrechen mussten und schon wieder auf dem Weg nach Hamburg waren. Wir machten uns natürlich auch Sorgen das wir abreisen müssen, aber da zu dem Zeitpunkt in dem Landkreis Bihor (wo wir waren) keine Infizierten registriert waren, waren diese nicht allzu groß. Selbst als Rumänien den Notstand ausrief und beschloss die Grenzen für Touristen zu schließen, entschieden wir uns zu bleiben. Wir fühlten uns wirklich wohl in Oradea, wir verstanden uns super mit den Mitarbeiten der Asociatia, hatten auch außerhalb schon ein paar Freunde gefunden und genossen es immer neue Dinge entdecken zu können. Umso schlimmer war daher für uns der Zeitpunkt als unsere Schule anrief und uns aufforderte abzureisen, die Schule konnte die Verantwortung nicht mehr tragen und noch gab es Möglichkeiten für uns recht einfach wieder nach Deutschland zu kommen. Wir versuchen mit unserem Schulleiter zu diskutieren damit wir in Oradea bleiben können, immerhin haben wir uns seit Beginn der Ausbildung drauf gefreut ein Praktikum im Ausland machen zu können. Trotzdem konnten wir uns nicht widersetzen. Also buchten wir den letzten Flug den es nach Deutschland gab und versuchten die letzten Tage in Oradea nochmal richtig zu genießen.

Das Nachhausekommen war aber sehr viel schwerer als man sich dass wahrscheinlich vorstellen würde. Auch wenn unsere Flüge keine Probleme bereiteten, müssten wir vorher die ganze Zeit Angst haben, dass sie gestrichen werden. Aber die größte Herausforderung kam erst in Hamburg. Sowohl ich, als auch mein Mitschüler, hatten unsere Zimmer für die drei Monate untervermietet und hatten jetzt keine Wohnung. Zum Glück hatten wir Menschen die uns vorübergehen Aufnahmen. Zusätzlich wurde uns unser Erasmus Stipendium gestrichen und wir hatten kein Geld mehr. Dann mussten wir erst einmal 2 Wochen in Selbstisolation und konnten uns danach erst richtig um eine feste Unterkunft und einen neuen Bafögantrag kümmern.

Ich bin wirklich traurig, dass ich mein Praktikum in Oradea schon nach zwei Wochen abbrechen musste. Auch wenn es mir wahrscheinlich besser damit geht in diesen komplizierten Zeiten in der Nähe meiner Familie sein zu können, wäre ich unfassbar gerne dort geblieben. Die Aussicht, dass ich das Praktikum auf jeden Fall nachholen kann erleichtert diese Traurigkeit zwar ein bisschen, allerdings kann momentan niemand sagen wann das sein wird. Voraussichtlich erst nach meinem Abschluss in eineinhalb Jahren. Trotzdem versuche ich die zwei Wochen die ich hatte nicht als abgebrochenes Praktikum zu sehen, sondern als eine Art Kennenlernen oder Schnupperpraktikum für die Zeit in der ich es nachholen kann." (Charlotte L.)


Das Team der Rumänienhilfe Alsterdorf wünscht Ihnen alles Gute, bleiben Sie gesund!

2020 ist ein besonderes Jahr

Liebe Freundinnen und Freunde der Rumänienhilfe Alsterdorf,

2020 wird ein besonderes Jahr, denn die Rumänienhilfe wird 30 Jahre alt. Die Feierlichkeiten zu diesem runden Jubiläum finden im Herbst statt, weitere Informationen werden im Laufe des Jahres bekannt gegeben. 30 Jahre, das ist ein Grund zu feiern und auch um einmal zurück zu blicken. Denn es gab viele Rückschläge und Schwierigkeiten. Insbesondere die finanziellen Schwierigkeiten sind aktueller als je zuvor. Es gibt zwar in Rumänien eine neue Regierung und neue Minister und Staatssekretäre, unklar ist jedoch weiterhin wann das im November 2018 beschlossene Gesetz zur Anpassung der Erstattungen im Bereich der Wohnversorgung von Menschen mit Behinderung endlich in die Tat umgesetzt wird. Wie auch im letzten Jahr muss die Differenz zwischen den Gehaltskosten und übrigen gestiegenen Ausgaben und den zu geringen staatlichen Erstattungen vom Verein Asociaţia româno-germană Alsterdorf, der die Einrichtungen und Dienste in Oradea betreibt, getragen werden. Der Verein bleibt somit hochgradig abgängig von deutschen Spendenmitteln, die damit nicht in vollem Maße für neue Projekte vor Ort eingesetzt werden können.

Großer Dank an alle Engagierten

Ein großer Dank geht an alle Ehrenamtlichen in Deutschland, die viel mitgedacht, mitgelitten und mitunterstützt haben. Insbesondere die rumänischen hauptamtlichen Mitarbeitenden machen eine wunderbare und unheimlich wichtige Arbeit vor Ort. Jede und jeder, der dieses Jahr vor Ort war, hat das gesehen. Besonderer Dank geht an Ana-Maria David, Emil Cuc und Cristian Neu, die unermüdlich das Geschehen vor Ort koordinieren und leiten.


Inhaltliche Fortsetzung

Inhaltlich setzen wir die anspruchsvolle Arbeit der letzten Jahre fort. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung des Heimes in Cadea, auf dem Auszugsprojekt, so dass immer mehr Menschen mit Behinderung ganz ohne Hilfe leben können und dem Aufbau eines Zentrums der Begegnung in Oradea.

Das Heim in Cadea, das unser Trägerverein vor Ort, die „Asociatia romana germana Alsterdorf" 2014 übernommen hat, war seinerzeit eines der herkömmlichen Abschiebeheime für junge Erwachsene mit Behinderung. Heute leben hier die ehemaligen HeimbewohnerIinnen in kleineren Wohneinheiten zu jeweils vier bis acht BewohnerInnen. Sie arbeiten in den verschiedenen Werkstätten, die nicht nur sinnvolle Arbeit ermöglichen, sondern auch Güter produzieren, die auf dem Markt verkauft werden können. Im Dorf haben wir eine Werkstatt und ein Kulturhaus aufgebaut, in dem es eine Holzwerksatt, eine Besenbinderei und eine Kreativwerkstatt gibt und das gleichzeitig als Treffpunkt der Dorfbevölkerung dient. Auf dem Heimgelände gibt es eine Schneiderei und eine Küche, in der auch Essen auf Rädern produziert wird. Um das Heimgelände herum haben wir eine Landwirtschaft mit Viehzucht und Gewächshäusern aufgebaut. In all diesen Bereichen arbeiten Menschen mit Behinderung erfolgreich mit.

In unserem Auszugsprojekt helfen wir jungen Menschen mit Behinderung aus unseren Einrichtungen des betreuten Wohnens den Weg in die völlige Selbstständigkeit zu schaffen. Der Weg dahin bedarf nicht nur eines intensiven Selbstständigkeitstrainings, sondern auch der Vermittlung und Wahrnehmung eines Arbeitsplatzes mittels unserer Arbeitsassistenz und dann das Beziehen einer eigenen Wohnung. Einige haben das bereits geschafft. In 2020 beginnen wir damit, insbesondere jungen Frauen und BewohnerInnen aus Cadea Auszüge in die Selbstständigkeit zu ermöglichen und diese zu begleiten.

Seit Juli 2018 bauen wir im Stadtteil Josia, einer Hochhaussiedlung am Rande von Oradea, einen Treffpunkt auf, in dem sich die meist älteren Menschen des Stadtteils treffen können und Menschen mit Behinderung unter fachlicher Anleitung lernen, kleine alltagsnahe Dienstleistungen zu erbringen. Dazu gehören unter anderem das Bereiten und Servieren von kleinen Speisen und Getränken, die Unterstützung der alten Menschen durch Wegebegleitung zum Arzt oder Einkaufen, sowie die Pflege der umgebenden Grünanlagen. Die Menschen mit Behinderung werden durch dieses „learning by doing" auf Arbeitsplätze auf dem ersten Arbeitsmarkt vorbereitet. Der Treffpunkt wird gut angenommen, die aufgebauten Strukturen werden in 2020 noch weiter stabilisiert.


Bildungsurlaub in Oradea

Wer sich die Einrichtungen und Dienste vor Ort ansehen möchte, sollte sich zum diesjährigen Bildungsurlaub anmelden. Der inklusive Bildungsurlaub wird organisiert von Leben mit Behinderung Hamburg und findet statt vom 12. bis 19. September 2020. Das Programm des einwöchigen Bildungsurlaubes variiert von Jahr zu Jahr. Im Mittelpunkt steht immer, die Lebenssituation in Bezug auf Arbeit, Freizeit und Bildung von Menschen mit Behinderung kennenzulernen. Die soziale, wirtschaftliche und historische Realität in Oradea vergleichen wir mit der Situation in Deutschland. Wir lernen unterschiedliche Wohnformen kennen, besuchen Arbeitsplätze und machen uns mit Freizeitangeboten vertraut. Wir kommen mit den BewohnerInnen einer Psychiatrie ins Gespräch und lassen uns von den BewohnerInnen einer Großeinrichtung das Leben auf dem Land zeigen. Wir lassen uns durch die Stadt Oradea führen und entdecken die kulturellen Angebote der Stadt. Am letzten Tag treffen wir Vertreterinnen aus der Sozialbehörde, die uns viele Fragen beantworten können.


Wir wünschen ein erfolgreiches und gesundes Jahr! Das Team der Rumänienhilfe Alsterdorf

Tiere füttern

Die Großeinrichtung Cadea war seinerzeit eines der herkömmlichen Abschiebeheime für 50 junge Erwachsene mit Behinderung. Seit Übernahme durch unseren Verein vor Ort, die „Asociaţia româno-germană Alsterdorf“ im Jahr 2014 wurden die Lebens- und Arbeitsbedingungen kontinuierlich verbessert.⁠⠀
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Ein großer Arbeitsbereich ist die Landwirtschaft. Neben dem Anbau von Gemüse ist das Halten von Tieren für den eigenen Bedarf ein wichtiger und sinnvoller Teil der Beschäftigung für die in Cadea lebenden Klientinnen. Das Heim ist fast in der Lage sich selbst mit Lebensmitteln zu versorgen. Eigene Tiere zu züchten bzw. für den eigenen Bedarf zu mästen ist sehr üblich in ländlichen Gebieten Rumäniens. ⁠⠀
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Durch den eigenen Futteranbau wie z.B. Kürbisse oder Mais ist kein Zukauf von Futtermitteln nötig. ⁠⠀
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Die Tiere werden ohne Einsatz prophylaktischer Medikation und unter ständiger Kontrolle eines Veterinärs mit selbst angebautem Gemüse wie beispielsweise Kürbisse oder Mais gefüttert und erreichen somit quasi Bio-Qualität.⁠⠀
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Das macht alle Klient
innen und Mitarbeiter*innen nicht nur stolz, sondern verbessert nebenbei ungemein die Qualität der eigenen Essensversorgung.⁠⠀

Der Gemüseanbau

Leben und arbeiten auf dem Land

Das auf dem Land gelegene Heim Cadea befindet sich ca. 40km nördlich von Oradea, dem Hauptsitz unseres rumänischen Trägervereins Asociaţia româno-germană Alsterdorf, bietet 50 jungen Erwachsenen mit Behinderung ein Zuhause und verschiedene Arbeitsmöglichkeiten.

Der größte Arbeitsbereich ist der Gemüseanbau. Vom Aussähen der Samen im Frühling bis zur Ernte im Sommer und Herbst ist auf dem gesamten Gelände viel zu tun. Das Gemüse wird in der eigenen Küche des Heimes weiterverarbeitet. Es wird jeden Tag frisch für alle Bewohnerinnen und Mitarbeiterinnen gekocht. Zusätzlich werden einzelne Dorfbewohner*innen mit einer warmen Mahlzeit beliefert. Überschüssiges Gemüse wird traditionell für die Wintermonate eingemacht.

Das "Essen auf Rädern" musste leider, ebenso wie die Erweiterung und Professionalisierung des Lieferdienstes, durch die aktuelle Coronavirus-Pandemie eingestellt werden.
Der Gemüseanbau wird nicht nur in konsequenter Handarbeit durchgeführt, sondern kommt auch ohne künstliche oder chemische Düngemittel aus. Das Gemüse erreicht somit quasi Bio-Qualität.

Die Küche

Das Heim in Cadea liegt auf dem Land, ca. 40km nördlich von Oradea. Es wurde 2014 von unserem Trägerverein vor Ort, die „Asociaţia româno-germană Alsterdorf“ übernommen. Hier leben und arbeiten 50 junge Menschen mit Behinderung. ⁠⠀
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Eine der vielen Arbeitsmöglichkeiten ist die Küche. Hier sind 6 Klienteninnen regelmäßig als Küchenhelfer beschäftigt. Für die Anleitung der Klientinnen im Küchenbereich sind drei Köche, die schichtweise im Dienst sind, zuständig.⁠⠀
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In der Küche wird das Gemüse, das ebenfalls auf dem Gelände angebaut wird, zu Mahlzeiten verarbeitet. Es wird täglich nicht nur für die 50 Bewohnerinnen des Heims gekocht, sondern auch für die rund 20 Mitarbeiterinnen. Darüber hinaus sind die Kapazitäten so groß, dass zusätzlich täglich ältere Dorfbewohnerinnen beliefert werden. Durch Weiterempfehlungen im Dorf ist mittlerweile ein guter Ruf und ein großer Bedarf an "Essen auf Rädern" entstanden.⁠⠀
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Durch die aktuelle Coronavirus-Pandemie musste der Lieferdienst eingestellt werden. Unklar ist auch, ob die für Juli diesen Jahres geplante Erweiterung und Professionalisierung des Lieferdienstes durchgeführt werden kann, da Zusagen für Fördermittel aktuell nicht erteilt werden können. ⁠⠀
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Durch den Lieferdienst entstehen nicht nur weitere Arbeitsplätze für die Bewohner
innen des Heimes, sicher ist auch: die Anerkennung für die Arbeit von Menschen mit Behinderung in der Region wird gestärkt.⁠⠀

Die Coronakrise trifft Menschen mit Behinderung in Rumänien hart

Die Coronakrise trifft Menschen mit Behinderung in Rumänien hart. ⁠⠀
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Besonders hart trifft es unsere „Auszügler“, wie sie sich selbst stolz nennen. Sie dürfen ihre Wohnungen zwar noch verlassen, wenn sie zur Arbeit gehen. Aber viele haben keine Arbeit mehr und müssen in ihren kleinen Wohnungen bleiben. Ihre Betriebe haben geschlossen oder sie als Arbeitnehmer mit Behinderung als erstes entlassen.⁠⠀
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Sie stehen vor dem Nichts, weil das Arbeitslosengeld für sie als junge Geringverdiener sehr niedrig ist und bei denen, die noch nicht länger als 9 Monate arbeiten ganz entfällt.⁠⠀
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Um ihnen den Weg zurück ins Heim zu ersparen, erhalten sie von uns natürlich das Nötigste.⁠
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Das schaffen wir allerdings nur mit Ihrer Unterstützung.⁠⠀
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Spenden Sie jetzt für Menschen mit Behinderung in Rumänien. Einfach und sicher mit dem Spendenformular der evangelischen Stiftung Alsterdorf - Bitte Wählen Sie den Verwendungszweck "Rumänienhilfe allgemein" Jetzt Spenden
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Herzlichen Dank.⁠

Hühner und Eier

In der Großeinrichtung Cadea, die Wohn- und Arbeitsplatz für 50 junge Erwachsene mit Behinderung ist, stellt die Landwirtschaft einen großen und wichtigen Arbeitsbereich dar. Neben Schweinen, Kühen, Enten, Truthähnen und vielem mehr sind Hühner und Eier ein wichtiger Bestandteil der Mahlzeiten für die Bewohner*innen. Zubereitet werden die Mahlzeiten in der hauseigenen Küche.

Durch jahrelanges Training und Anleitung von Fachkräften übernehmen einige Bewohner*innen viel Verantwortung in der Versorgung der Tiere und erlangen dadurch viel Selbstständigkeit.

Die Hühner werden ohne Einsatz prophylaktischer Medikation und unter ständiger Kontrolle eines Veterinärs mit selbst angebautem Futter, wie beispielsweise Mais, gefüttert und erreichen somit quasi Bio-Qualität.

Durch den kosequenten Ausbau der Landwirtschaft ist das Heim fast in der Lage sich selbst mit Lebensmitteln zu versorgen. Nur wenige Nahrungsmittel (wie beispielsweise Salz, Gewürze oder Brot) müssen zugekauft bzw. an die Einrichtung gespendet werden. Ein Verdienst jahrelanger harter Arbeit und konsequenter Anpassung der Produktion.

Cadea

Das Heim in Cadea liegt auf dem Land, ca. 40km nördlich von Oradea. Es wurde 2014 von unserem Trägerverein vor Ort, die „Asociaţia româno-germană Alsterdorf“ übernommen. Hier leben und arbeiten 50 junge Menschen mit Behinderung.

Die Großeinrichtung war seinerzeit eines der herkömmlichen Abschiebeheime für junge Erwachsene mit Behinderung. Seit Übernahme durch die „Asociaţia româno-germană Alsterdorf“ wurden die Lebens- und Arbeitsbedingungen kontinuierlich verbessert.

Die großen Schlafsäle wurden zu kleinen Wohnmodulen mit je zwei bis vier Personen in einem Raum umgewandelt. Die Heizung und Versorgung mit Warmwasser wurde erneuert. Auf dem großen Gelände entstanden unterschiedliche Arbeitsmöglichkeiten, wie beispielsweise eine Holzwerkstatt, eine Besenbinderei, eine Kreativwerkstatt. Die bereits vorhandene Näherei wurde neu ausgestattet und die Landwirtschaft wurde massiv ausgebaut. So ist mittlerweile nahezu eine Selbstversorgung mit Lebensmitteln möglich. Die Lebensmittel, die nicht im Heim selbst hergestellt werden können (wie z.B. Brot) werden gespendet oder müssen zugekauft werden.

Helfen Sie mit

Wir brauchen Ihre Unterstützung

Materielle Hilfen in Gestalt von Sachspenden sind heute in Rumänien kaum mehr notwendig. Die meisten Güter sind im Lande käuflich und sollten auch dort gekauft werden, um die örtliche Wirtschaft zu fördern.

Gebraucht wird Know-how-Transfer, Personalfortbildung und Organisationsentwicklung. Das sind die Schwerpunkte unserer Arbeit. Und benötigt wird vielfältige finanzielle Direktunterstützung für Therapiematerial, für Raumausstattungen, Gebäuderenovierungen, die Einrichtung von Werkstätten und den Ankauf von Wohnungen für Menschen mit Behinderung. Das alles kostet Geld.

Die Rumänienhilfe der Evangelischen Stiftung Alsterdorf ist auf finanzielle Hilfe angewiesen. Nur mit Ihrer Unterstützung können wir gemeinsam den Menschen in Rumänien helfen, die Rückkehr ins Leben zu finden.

Informationen zu unseren Einnahmen und Ausgaben

Die indirekten Ausgaben der Rumänienhilfe der Evangelischen Stiftung Alsterdorf (für Koordination und Verwaltung) lagen im Jahre 2019 bei 12,6 %. Diese Quote wird nach den Normen des DZI als ANGEMESSEN bewertet.

Unsere neuen Projekte

Entwicklung des Heimes in Cadea in ein humanes Wohn- und Arbeitsangebot

Das Heim in Cadea, das unser Trägerverein vor Ort, die „Asociatia romana germana Alsterdorf“ 2014 übernommen hat, war seinerzeit eines der herkömmlichen Abschiebeheime für junge Erwachsene mit Behinderung. Heute leben hier die ehemaligen Heimbewohnerinnen in kleineren Wohneinheiten zu jeweils vier bis acht Bewohnerinnen. Sie arbeiten in den verschiedenen Werkstätten, die nicht nur sinnvolle Arbeit ermöglichen, sondern auch Güter produzieren, die auf dem Markt verkauft werden können. Im Dorf haben wir eine Werkstatt und ein Kulturhaus aufgebaut, in dem es eine Holzwerksatt, eine Besenbinderei und eine Kreativwerkstatt gibt und das gelichzietig als Treffpunkt der Dorfbevölkerung dient. Auf dem Heimgelände gibt es eine Schneiderei und eine Küche, in der auch Essen auf Rädern produziert wird. Um das Heimgelände herum haben wir eine Landwirtschaft mit Viehzucht und Gewächshäusern aufgebaut. In all diesen Bereichen arbeiten Menschen mit Behinderung erfolgreich mit.

Haben wir früher innerhalb der Institutionen gearbeitet, um diese zu verbessern, dann außerhalb der Institutionen, um Alternativen des Wohnens und Arbeitens aufzubauen, so ist dies jetzt das erste Mal, dass wir eines der alten Heime selbst übernommen haben, um es von innen her in einer bessere und menschlichere Struktur umzuwandeln. Das ist uns ein gutes Stück gelungen, wir sind aber noch lange nicht fertig damit.

Aufbau eines Zentrums der Begegnung in Oradea

Ab Juli 2018 bauen wir im Stadtteil Josia, einer Hochhaussiedlung am Rande von Oradea, einen Treffpunkt auf, in dem sich die meist älteren Menschen des Stadtteils treffen können und Menschen mit Behinderung unter fachlicher Anleitung lernen, kleine alltagsnahe Dienstleistungen zu erbringen. Dazu gehören unter anderem das Bereiten und Servieren von kleinen Speisen und Getränken, die Unterstützung der alten Menschen durch Wegebegleitung zum Arzt oder Einkaufen, sowie die Pflege der umgebenden Grünanlagen. Die Menschen mit Behinderung werden durch dieses „learning by doing“ auf Arbeitsplätze auf dem ersten Arbeitsmarkt vorbereitet.

Unser Selbstverständnis

Die Rumänienhilfe der Evangelischen Stiftung Alsterdorf ist ein humanitäres Hilfeprojekt. Unsere Hilfe versteht sich als Anschub zu einer eigenen Reformentwicklung im Lande. Sie ist vorbehaltlos (unsere PartnerInnen können auch in das frühere System verstrickt gewesen sein), aber nicht bedingungslos (unsere PartnerInnen müssen sich an Absprachen halten).

Wir wollen die Strukturen in Rumänien so verändern, dass Menschen mit Behinderung mitten in der Gesellschaft leben und teilhaben können. Wir hoffen, dass unsere Arbeit Anstoß für viele innerrumänische NachahmerInnen gibt, weil die Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung in Rumänien nach wie vor sehr schlecht sind. Wir verstehen unsere Arbeit als Friedensarbeit, die Rumänien im Gebiet der Behindertenhilfe näher an Europa heranbringt.