Wien // Summer Cruising

Heute mal keine Geschichte von Clubbing, Tanzen und Fliegen. Stattdessen wieder etwas aus der Gay-Welt. Ein guter Freund, mit dem ich vor dem Honigsüßen Höhenflug beim Fortgehen Ende Mai den besten Sex meines Lebens hatte, hatte mich zu einer Tour durch den Wienerberg eingeladen. Da Wien für mich noch immer neu ist und ich nicht jeden Teil der Stadt kenne, sagte ich natürlich sofort zu. So steigen wir aus dem Bus und gehen gemütlich durch den Wald Richtung See. Es ist Hochsommer, aber heute zur Abwechslung mal erträglich. Wir biegen nach rechts ab und gehen kleinen Trampelpfaden entlang. Wir sind hoch oben am Berg und immer wieder öffnet sich der Blick runter auf den See und die weitläufige Waldfläche drumherum.

Eigentlich bin ich kein Freund von Outdoor-Sex. So bin ich auch heute etwas skeptisch. Wir gehen weiter und überall sehen wir ältere Typen, die sich allein einen wichsen und damit wohl glauben jemanden anzulocken. Die gleichen Typen werden uns den ganzen Nachmittag weiter verfolgen. Krankhaft gehen sie im Kreis und starren jeden an, der sich nicht hinter einem Busch verstecken kann. Nach einer Weile finden wir ein kleine Lichtung wo wir uns unbeobachtet genug finden. Wir breiten die Picknickdecke aus und schon liegen wir nackt in der Sonne. Eine frische Briese weht über die Haut und lässt mich leicht frösteln. Ihm scheint Outdoor so richtig Spaß zu machen. Voll erreget sitzt er in der Sonne und so kann ich nicht wiederstehen als ihn mit den Lippen zu verwöhnen. Und schon wieder laufen Typen vorbei und starren zu uns rüber. Aber mir ist es egal. Ich komme gerade erst so richtig in Fahrt.

Egal ob wir beobachtet werden oder nicht, ich will ihn in mir spüren, jetzt sofort. So steige ich auf ihn und gönne mir die Zeit bis er Stück für Stück in mich eindringt. Mein Körper erbebt und ich genieße die Sonne auf meiner Haut. Gemeinsam genießen wir die Innigkeit. Die Zeit verfliegt und ich will dass es nie aufhört. Irgendwann tauschen wir die Position. Jetzt ist er mal dran mit Arbeiten. Ich liege bauchlinks auf der Decke und er auf mir drauf. Immer tiefer, härter und schneller. Meine Hände vergraben sich in der Decke, der flauschige Stoff rutscht auf meiner Haut und seine langen Haare kitzeln meinen Rücken. Es gefällt mir und ihm auch. So macht es mich umso mehr an je schneller und härter er wird. Und es macht mich glücklich als er stöhnend mit den letzten tiefen Stößen in mir kommt und erschöpft auf mich nieder sinkt.

Lachend und blödeln liegen wir noch eine Weile herum. Noch immer werden wir aus allen Richtungen mit Blicken belohnt. Ein weiterer Typ hat sich ein paar Meter weiter niedergelassen. Nur wenige Momente später steht vor ihm ein anderer und lässt sich oral verwöhnen. Beide Typen sagen uns jedoch nicht zu. Dennoch wäre jemand drittes für Runde zwei jetzt doch irgendwie witzig. Da helfen doch nur die Dating-Apps. Wir chatten jeden an, der im Umkreis von 500m online ist. Nur einer von ihnen sieht irgendwie süß aus. Und siehe da, er antwortet. Es stellt sich heraus, dass er ein Voyeur ist. Er will nur zuschauen und wir sollen doch schon mal anfangen. Da wir hier zuviel beobachtet werden, schnappen wir uns unser Zeugs und gehen wieder auf die Suche.

An einem neuen Platz sind wir ungestörter und haben den perfekten Blick auf den See. Hoffentlich schaut niemand mit dem Fernglas zu uns rüber. Wir chatten noch immer mit dem Typen und überlegen, ob wir warten oder einfach anfangen. Also auf zu Runde zwei. Leider macht mein Körper nicht mit. Zu sehr hat ihn die erste Runde gefordert. So liegen wir wichsend und schmusend nebeneinander. Mittlerweile ist auch der Typ da und guckt uns aus zwei Metern Entfernung zu. Seine Hose hängt halb runter und er wichst seinen doch stattlichen Schwanz. Es dauert nicht lange bis er in großem Bogen kommt und sein Sperma auf der Wiese verteilt. Ihm scheint es etwas peinlich zu sein und so verschwindet er so schnell wie er gekommen ist. Wir beide bleiben lachend auf unser Decke und genießen die Zeit. Innerlich bin ich enttäuscht, dass es für Runde zwei nicht gereicht hat. Ich spüre ihn einfach zu gern in mir. Aber für heute war es ein schöner Tag!


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