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So 01.05.2022

Völlig übermüdet kurble ich mich zu guter Laune an. Während der Vorbereitungen zum "Tag im Garten mit Freunden" schreiben und redigieren CL. und ich am Serienkonzept hin und her. C. findet sich damit ab, aber der Schatten des Konflikts von gestern schwebt über mir, während ich das Gemüse für's Grillen schneide.
Als unsere Freunde eintreffen, habe ich ein schlechtes Gewissen, weil sie einen so langen Weg zu uns gekommen sind und in einigen Stunden wieder fahren müssen. Der "Tag im Garten", löst sich fast im kalten Nieselregen auf. Als C. eine Feuerschale aufstellt und wir uns darum scharen und sprechen, bin ich plötzlich dankbar für jeden schlechten Witz und jedes Gespräch über Urlaub oder Arbeit: Wir alle haben das gleiche implizite Bedürfnis, mit Freunden einen Tag im Garten zu verbringen - und das reicht vielleicht manchmal.

Abends stellt sich in einem Gespräch mit der Szenografin heraus, dass sie eigentlich mit CL. und mir an der Story des Serienkonzepts arbeiten wollte - jetzt ist sie enttäuscht darüber, dass sie nur das Design der Projektmappe macht und ich bin enttäuscht, dass wir es nicht geschafft haben, ein möglichst visuelles Design passend für die zulässige Seitenzahl zu finden. Die Mappe sieht jetzt gut aus, ist aber zwei Seiten zu lang und hat nur drei Bilder. Über das Zusammenspiel von Design und Textkürzung hätte ich mich lieber mit der Szenografin unterhalten, als über die Story. Jetzt ist keiner von uns "schuld", da kaum Zeit für Austausch zwischen uns war, aber ich muss beim nächsten Mal vorab klären, ob die Person 1. Zeit hat und 2. versteht, wozu sie gebeten ist. Ich überlege, ob ich Lust hätte, mit einer Szenografin ein Serienkonzept zu entwickeln. Momentan eher nicht.


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